Es wurde festgestellt, dass die Bestimmung der chalkophilen Elemente As, Sb, (Bi), Pb und Cd, der mäßig siderophilen
und chalkophilen Elemente Sn und Mo der HFS-Elemente Nb, Ta, W, Zr und Hf und der lithophilen Elemente Th und U mit dem ICPMS
möglich ist, dass aber für diese Elemente oftmals die Genauigkeit und Reproduzierbarkeit aufgrund ihrer chemischen und
physikalischen Eigenschaften schlechter als für die Standardspurenelemente, wie die Seltenerdelemente, ist. Für die
Elemente As und Sb ist ein HF/HNO3-Aufschluss vorzuziehen, die anderen Elemente können mit dem
Standard-HF/HClO4-Aufschluss behandelt werden.
Die gewonnenen Erkenntnisse konnten auf Proben aus Kamchatka angewendet werden. Mit dem ICPMS wurden die oben aufgelisteten
Elemente bestimmt. Die Ergebnisse der Bestimmungen der chalkophilen Elemente können zur Identifikation möglicher
fluidgesteuerter Prozesse bei der Subduktion herangezogen werden.
Die Elemente Sb, As und Mo zeigen eine Feinstruktur des Inselbogens hinsichtlich der Gehalte dieser Elemente auf. Die
Anreicherung dieser Elemente nimmt von der Active Volcanic Front (AVF) zum Back-Arc (BA) hin ab. Die Variationen dieser Elemente
sind in erster Linie auf die Anreicherung der Quellregion der Laven zurückzuführen, andere Prozesse, die ebenfalls
Variationen in den Gehalten der chalkophilen Elemente bewirken könnten, wie z.B. Sulfidfraktionierung spielen eine
untergeordnete Rolle, sind aber nicht völlig auszuschließen.
Durch den Vergleich der Sb- und Ce-Gehalte in den Inselbogenvulkaniten mit Literaturdaten der Gehalte dieser Elemente in
alterierten MORB, kann vermutet werden, dass der alterierte MORB als eine mögliche Komponente für die Anreicherung
des Sb durch Fluidtransport in Frage kommt. Über das ebenfalls als Komponente in Betracht zu ziehende subduzierte Sediment
können aufgrund des Fehlens von Literaturdaten keine Aussagen gemacht werden.
Im Gegensatz zu anderen Publikationen, die eine Mobilisierung von Mo durch Fluide eher ausschließen, zeigt sich für
die Proben aus Kamchatka eine Zonierung dieses Elementes von der AVF zum BA. Es konnte aber nicht abschließend geklärt
werden, ob dies die Folge eines Transports durch Fluide in die Quellregion der Magmen ist, oder aber durch andere Prozesse
hervorgerufen wird.
Sn zeigt aufgrund seiner fehlenden Mobilität keine Zonierung in den Inselbogenvulkaniten. Dies steht im Einklang mit
vorhandener Literatur.
Die Ergebnisse, die in anderen Arbeiten über chalkophile Elemente und deren Variationen in magmatischen Systemen bisher
präsentiert wurden, konnten für die untersuchten Proben größtenteils bestätigt oder auch verfeinert
werden.
Eine Diskussion der Ergebnisse der Cd- und Bi-Bestimmungen wäre aufgrund fehlender Vergleichsmöglichkeiten und
fehlender Daten bezüglich ihres Verhaltens im magmatischen Umfeld rein spekulativ.
Seite zuletzt geändert am 04.12.2005 um 16:29 Uhr.