Die Ziele dieser Arbeit sind vielfältiger Natur. Im Vordergrund steht die Optimierung der ICPMS-Methode zur Bestimmung
der chalkophilen Elemente Cd, As, Sb, Bi, Pb, Mo und Sn, der HFS-Elemente Nb, Ta, W und Hf sowie der lithophilen Elemente U und
Th. Viele der chalkophilen Elemente wurden bisher nicht mittels ICPMS bestimmt, sondern über ein kombiniertes Verfahren von
Verdampfungsanalyse und flammenloser AAS (Heinrichs 1979, Heinrichs et al. 1980, Heinrichs et al. 1982). Andere Elemente, v.a. die HFS-Elemente, bereiteten
größere Probleme bei der Messung. Dabei sollte geklärt werden, ob es überhaupt möglich ist, mittels dem
ICPMS die Gehalte dieser Elemente mit ausreichender Genauigkeit und Reproduzierbarkeit zu bestimmen. Da es sich bei allen
Elementen um Spurenelemente z.T. sehr geringer Konzentration handelt, ist man auf die Bestimmung mit dem nachweisstarken ICPMS
angewiesen.
Ein weiteres Ziel dieser Arbeit ist die Anwendung der verbesserten bzw. neu etablierten Analytik auf
ausgesuchte Proben einer Subduktionszone. Aus mehreren Gründen bot sich hier die Untersuchung von Proben aus Kamchatka an.
Zum einen wird dieser Inselbogen im Rahmen der Dissertation von Frank Dorendorf sehr genau hinsichtlich Hauptelement- und
Spurenelementchemie sowie Isotopengeochemie untersucht. Des weiteren liegt bei der Subduktion in Kamchatka ein sehr interessantes
geotektonisches Environment vor. Auffällige Merkmale der Subduktion hier sind: hohe Subduktionsgeschwindigkeit
(∼9cm/a) der pazifischen Platte, Subduktion der Emporer-Seamount-Kette und sehr aktiver, subduktionsbedingter Vulkanismus
mit Ausbildung und Eruption unterschiedlicher magmatischer Gesteine und Vulkantypen. Holozäne Vulkane können noch bis
in >300km Entfernung zum Trench angetroffen werden. Daher ist es möglich eine sehr lange Traverse des Inselbogens zu
untersuchen. Ziel ist es dabei, festzustellen, ob es eine Korrelation von Spurenelementgeochemie und Subduktionsparametern gibt
und wie und ob sich die chalkophilen Elemente für die Identifikation wichtiger magmatischer Prozesse an Subduktionszonen
eignen. Dazu sollen die an den Proben bestimmten Elemente unter Einbeziehung der ,üblichen' Spurenelemente in ein
petrogenetisches Modell einfließen.
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